Veröffentlichung im Rahmen des Forschungsprojekts SynErgie

Mit der Energiewende stellt sich Deutschland einer historischen Herausforderung. Eine Voraussetzung für das Gelingen ist, die volatile Einspeisung der Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit dem Stromverbrauch in Einklang zu bringen. Insbesondere die energieintensive Industrie muss befähigt werden, Strom dann zu nutzen, wenn er vorhanden und kostengünstig ist – und auf ihn zu verzichten, wenn er knapp und teuer ist. Folglich wird im Stromsystem von morgen nicht mehr wie bisher das Angebot der Nachfrage folgen können. Damit das Stromnetz im Gleichgewicht bleibt, muss vielmehr die Nachfrage an das Angebot angepasst werden. Seit September 2016 arbeitet das Forschungsprojekt Synchronisierte und energieadaptive Produktionstechnik zur flexiblen Ausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung (SynErgie) daran, Unternehmen fit für die flexible Anpassung ihrer Stromnachfrage zu machen.

Wie zuvor berichtet, sind die Professur für Wirtschaftsinformatik und Nachhaltiges IT-Management sowie die Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik an diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekt für die Energiewende mit einem Team um Prof. Dr. Gilbert Fridgen maßgeblich beteiligt. Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts hat das Projektteam jüngst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Studie „Ausgangsbedingungen für die Vermarktung von Nachfrageflexibilität“, die Gilbert Fridgen, Thomas Sachs und Michael Schöpf gemeinsam mit dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln erarbeitet haben, beschreibt die Grundlagen bestehender deutscher Strommärkte. Dabei werden Hemmnisse der Partizipation flexibler Industrieprozesse aufgearbeitet und die wissenschaftliche Literatur sowie Ergebnisse bereits abgeschlossener Pilotprojekte zum Thema Nachfrageflexibilität analysiert und zusammengefasst.

Die Studie ist zum kostenlosen Download verfügbar.

 

Kontakt: Gilbert Fridgen, Thomas Sachs, Michael Schöpf

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